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Airline Controlling

Wozu gibt es das Airline Controlling? „Die einfachste Art, Millionär zu werden, ist als Milliardär anzufangen und eine Airline zu gründen.“ Dieses in Kreisen der Luftfahrt bekannte Zitat vom Erfolgsunternehmer Sir Richard Branson zeigt die Fragilität von Luftfahrtunternehmen. Ein Bestandteil, der über Erfolg oder Insolvenz in einem Unternehmen entscheidet, ist das Controlling. Das gilt für Fluggesellschaften genauso wie für Industrieunternehmen oder Dienstleister.

Doch wie wird Controlling heutzutage definiert? Dient es nur dazu die Kosten zu senken? Wie ist ein Luftfahrtunternehmen aufgebaut? Welche rechtlichen Grundlagen hat der Unternehmer zu beachten, und wie kann Controlling letztendlich effizient in einer Airline eingesetzt werden, um zu dessen Erfolg beizutragen? Mitunter diese Fragen werden in dem ebook zum Airline Controlling behandelt.

Controlling Definition

Controlling kann als „[…] funktionsübergreifendes Steuerungsinstrument, das den unternehmerischen Entscheidungs- und Steuerungsprozess durch zielgerichtete Informationener- und –verarbeitung unterstützt“ definiert werden.[1] Mit der Formulierung: „Unterstützung […] durch Informationser- und verarbeitung“ sind in erster Linie die Ausarbeitung von Systemen und Prozessen sowie die Kostenrechnung gemeint, welche oftmals auch als Kosten-Leistungsrechnung bezeichnet wird. Ihr maßgebendes Ziel ist es, eine Wirtschaftlichkeitskontrolle durchzuführen, verbunden mit einer anschließenden Bewertung und Anpassung von Prozessen mit Bezug auf die unternehmerische Zielsetzung der Gewinnerwirtschaftung.[2]

Die drei Kernaufgaben des Controllings sind demnach Planung, Kontrolle und Steuerung.[3] Controlling erfasst sämtliche Unternehmensbereiche, unabhängig von der Art des Unternehmens. Es kann daher auf jedes soziale System (und damit auch auf die Airline) angewendet werden.[4]

ebook Controlling Komponenten

Auf Grund sehr komplexer Unternehmensstrukturen ist die Koordination im Controlling von essentieller Bedeutung. Nach Horvath unterscheidet man hierbei zwischen systemkoppelnder Koordination und systembildender Koordination. Systemkoppelnde Koordination bedeutet die Abstimmung und Anpassung gesamter Unternehmensprozesse auf spezifizierte Zielvorgaben. Das heißt, es wird die reibungslose Koordination zwischen den verschiedenen Subsystemen in einer gegebenen Unternehmensstruktur sichergestellt. Die systembildende Koordination hingegen wählt den Ansatz, dass ein Unternehmen sein Informationssystem von Beginn an auf effizientes Controlling ausrichtet. Letztlich werden feste Koordinationsstrukturen und –regeln sowie Planungs-, Kontroll- und Informationssysteme geschaffen, um eine effiziente Koordination zu gewährleisten. [5]

Die Besonderheit von Luftfahrtunternehmen

Luftfahrtunternehmen sind in ihrer Struktur komplex und haben eine Vielzahl behördlicher Auflagen zu erfüllen. Hierzu hat der Gesetzgeber in Form des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz, des Luftfahrtbundesamt und der europäischen Luftfahrtagentur eine Reihe von Gesetzen und Auflagen erlassen, denen ein Luftfahrtunternehmen nachzukommen hat. Das deutsche Luftverkehrsgesetz setzt sich in erster Linie mit den Pflichten eines Unternehmens, wie Betrieb und Beförderung auseinander.[6]

Die Verordnung (EG) Nr. 859/2008 legt im Abschnitt C, OPS 1.175 die allgemeinen Vorschriften für die Erteilung des Luftverkehrsbetreiberzeugnisses dar. Hierbei werden den Bereichen Flugbetrieb, Instandhaltungssystem, Schulung der Besatzungen und Bodenbetrieb sowie den Anforderungen an den Betriebsleiter eine hohe Bedeutung zugeschrieben.[7] Hinzu kommen die Forderung nach einem Programm zur Unfallverhütung und Flugsicherheit gemäß OPS 1.037 sowie der Bedarf eines Qualitätssystems gemäß OPS 1.035. Ein erweiternder Blick auf die traditionellen Airlines, die auch als Full Service Network Carrier (FSNC) bezeichnet werden, zeigt eine komplexere Unternehmensarchitektur auf. Die Deutsche Lufthansa AG ist hierfür ein gutes Beispiel. Neben dem fliegerischen Kerngeschäft (Flugbetrieb, Handling, Ausbildung, Wartung – siehe Abb. 1) sind Zulieferfunktionen wie Catering (LSG), oder Versicherungen (Albatros) Bestandteil des Unternehmens.[8]

Somit ist auch für Luftfahrtunternehmen wie Fluggesellschaften ein Controlling unverzichtbar. Im folgenden ebook zum Airline Controlling können Sie mehr zu diesem spannenden Thema erfahren:

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Quellenverweis zum Airline Controlling

[1] Preißler, Peter R. (2007). Controlling. 13. Auflage. München:Oldenburger Wissenschaftsverlag GmbH., S. 16.

[2] Vgl. Stahl, Hans-Werner. (1992). Controlling. 1. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien, S. 24.

[3] Gablers Wirtschaftslexikon: Springer Gabler Verlag (Hrsg). Gabler Wirtschaftslexikon. (o.J.). Stichwort: Controlling: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/399/controlling-v7.html

[4] Stahl, Hans-Werner. (1992). Controlling. 1. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien, S. 27.

[5] Stahl, Hans-Werner. (1992). Controlling. 1. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien, S. 21. ff.

[1] Vgl. Prof. Dr. Klein. Organisatorischer Aufbau einer Airline. HTW Saar. Saarbrücken, Sommersemester 2014.

[2] Luftfahrtbundesamt. Amtsblatt der Europäischen Union. (2008). Verordnung (EG) Nr. 859/2008, L254/23, L254/24, http://www.lba.de/SharedDocs/Downloads/DE/B/Rechtsvorschriften/VO_859_2008.pdf?__blob=publicationFile&v=1

[3] Pompl, Wilhelm. (2007). Luftverkehr. 5., überarbeitete Auflage. Heidelberg: Springer-Verlag Berlin, S. 106.

Überblick
Airline Controlling - Steuerung von Luftfahrtunternehmen
Titel
Airline Controlling - Steuerung von Luftfahrtunternehmen
Inhalt
Das Airline Controlling bietet Fluggesellschaften die Möglichkeit, das Unternehmen erfolgreich zu planen, zu überwachen und zu steuern und dabei Liquidität und Rentabilität zu sichern.
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Dozent an der htw saar
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